Zondagse dracht

Das Sonntagskleid oder der “Sarg” wurde getragen, wenn man in die Kirche, zur Hochzeit,zur Beerdigung oder etwas Ähnlichem ging.
Die Herren trugen einen schwarzen Anzug. Es gab wenig Dekoration darauf. Manchmal nur eine Uhr mit Kette. Außerdem trugen die Herren schwarze Wollstrümpfe in weiß geschliffenen Clogs,
eine schwarze Mütze auf dem Kopf und einen “Goa-Stick” in der Hand. Der Griff des Goa-Sticks war meist mit einem kunstvollen Zopf aus Rosshaar und Gänsenadeln verziert.
Die Frauen trugen einen schwarzen Rock, darunter viele Petticoats und eine dezente (weiße Baumwolle) lange Unterhose.
Typische Enschede sind die farbigen Jacken. In der Gegend und an anderen Orten trugen die Menschen Schwarz.
An den Füßen, sowie den Männern, schwarze Strümpfe, weiß geschliffene Clogs und auf dem Kopf die Schneidekappe, an der Clipping Cap Glocken aus Gold oder Silber hingen.
Schmuck wurde oft verschenkt, wenn man das Alter von 18 Jahren erreichte oder heiratete. Korallen und anderer Schmuck wurden jedoch in unserer Region nicht so weit verbreitet getragen wie in anderen Provinzen.

 

 

 

Tageskleid

Die Herren einen blau/weiß gestreiften Kiel mit rotem Taschentuch. Weiter als der Sonntag dracht.de Frauen ein kurzes Baumwoll-Yak mit Schoß und kurzen Ärmeln. Eine blau/weiß karierte Schürze, die gestärkt und gebügelt und in ordentlicher cubes.in diesem Kleid wurde kein Schneidehut getragen, sondern ein Troelahut. Auch wurde kein Schmuck getragen. Weiter geht es mit dem Sonntagskleid.

 
De knipmuts

Das Beste an dem Kleid ist die Schneidekappe mit den angebrachten Hutglocken. Der Schwanz bestand aus (Brüsseler) Spitze und Stiptule. Daraus konnte man auch sehen, wie reich man war. Je mehr Spitze, desto reicher war man. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand der “Corned Hat” in Paris. Dieser wurde von wohlhabenden Menschen getragen und kam dann hier in Mode. Die Holländerinnen fanden diese lose Seite, aber nichts und legten die lose Spitze aus Gründen der “Ordnung und Sauberkeit” ordentlich in die Nut mit Stärke und Kadaverdraht. Um 1820 wurde der Hut in Overijssel und Gelderland unter der Bauernschaft etabliert, kombiniert mit einem eigenen Rock und Schoßkleid. Dann kam der Name Schneidekappe in Gebrauch. Von da an wurden allmählich Veränderungen vorgenommen, die zu lokalen Unterschieden führten.